Julia Buchmann trifft Rebecca Martin

Shownotes

Sommer und so erscheint am 15.7.2026 im Aki Verlag

Vorbestellbar über www.sommerundso.de

Buchtrailer von nopressure99media: https://www.youtube.com/watch?v=vF1c7GTrAeg

Inhalt:

Rebecca ist Ende zwanzig und hat ihr Leben in Berlin hinter sich gelassen, um in London neu anzufangen. Sie will den Durchbruch als Drehbuchautorin schaffen, mit ihren Freundinnen Champagner trinken, mit interessanten Männern auf Dates gehen, gute Bücher lesen, glamouröse Dinnerpartys schmeißen, sich ganz und gar zugehörig fühlen.Stattdessen lebt sie in einer WG, die sie sich kaum leisten kann, verbringt ihre Tage schreibend in der Bibliothek mit ihren Freundinnen Anne und Melody und versucht, sich mit ihrem Job als Nanny irgendwie über Wasser zu halten. Und sie versucht, ihr gebrochenes Herz wieder zusammenzuflicken, Max zu vergessen. Zu vergessen, wie schlecht er sie behandelt hat, wie lange sie trotz allem bei ihm geblieben ist, wie sehr sie mit der Rolle der Stiefmutter für seinen Sohn gehadert hat.Als sie Jeppe kennenlernt, erinnert sie nichts an ihm an Max, und so lässt sie sich auf eine Sommeraffäre mit ihm ein. Jeppe ist älter als sie und hat die meisten großen Entscheidungen für sein Leben schon getroffen: Er hat zwei Kinder, ist geschieden, ist erfolgreicher Filmproduzent, hat Geld. Sie essen zusammen auf den Terrassen der besten Restaurants, fahren für ein Wochenende nach Paris, übernachten in luxuriösen Hotelsuiten. Wäre das ein gutes Leben? Rebecca erwägt einen weiteren Neuanfang. Doch zu wessen Bedingungen? Sommer und so ist ein Roman über komplizierte Beziehungen - romantische wie freundschaftliche -, über Unsicherheiten und Träume, darüber, was uns prägt, verletzt und hält. Über die Frage, was man vom Leben erwarten darf und was es einem abverlangt. Ein Roman über das Gefühl, mit Ende zwanzig gleichzeitig noch ganz am Anfang und doch schon zu spät dran zu sein.

Transkript anzeigen

00:00:09: Hey Leute!

00:00:11: Na?

00:00:12: Große Sache.

00:00:13: Heute

00:00:14: ist eine absolut besondere Folge und wir haben wirklich eine ganz besondere Ihren Gäste in unseren Reihen.

00:00:20: Es war The One and Only Rebecca Martin, Interview von der bezaubernden Schauspielerin Julia Buchmann.

00:00:28: Sie reden gemeinsam zu Rebeccas Buch was jetzt demnächst erscheint Sommer und so.

00:00:33: Auch möchten wir mit dieser Folge unsere Sommepause anlaufen um danach mit noch mehr Carracho wieder zurückzukommen.

00:00:40: An dieser Stelle auch einen ganz besonderen Dank an Euren Support und kommt auf jeden Fall am sechsohnzwanzigsten Siebten im Chaturroyal vorbei in Berlin,

00:00:48: um mit uns gemeinsam auf unser einjähriges Anzustoßen bei der allerersten

00:00:52: No Pressure Night in einem Book Club Chatur Royale Rooftop Buffet!

00:00:56: Jetzt wünschen wir euch viel Spaß mit Rebecca's und Julius.

00:00:59: Gespräch zu ihrem meiner Meinung nach Megabuch.

00:01:04: Sommer und so.

00:01:14: Hallo, wie schön!

00:01:16: Na?

00:01:17: Von der Schweiz nach London.

00:01:20: Aber ist... Ja.

00:01:22: Oder du bist gerade in London?

00:01:23: Ich bin in London, genau ich bin zwei Tage vorher gefahren geflogen und habe acht Stunden auf Neo... Wie heißt das?

00:01:33: Deo-Zitran vom Land?

00:01:34: Neo-Zi-Tran.

00:01:38: Die große Empfehlung wenn noch nicht gesponsert Aber es lohnt sich auf jeden Fall die Droge, wenn man weiß, man muss gesund sein.

00:01:45: Es lohnt mich auf jeden fall... Das

00:01:48: hat mir auf jedenfall geholfen, einigermaßen zu überstehen und jetzt ruh ich mich kurz aus bevor's wieder weitergeht.

00:01:54: Ja!

00:01:55: Hey, ich freu' mich rieker dass wir heute miteinander sprechen.

00:01:57: Rebecca Ich meine das ist superaufregend.

00:01:59: Du bist nicht nur ein Drittel vom Ninety No Pressure Ninety Nine Book Club So Sondern du bist auch Roman um Trinkogautorin Und jetzt hast du nämlich einen neues Buch geschrieben.

00:02:13: Ich hab die Ehre, dass ich mit dir darüber reden darf.

00:02:15: Und ich bin voll aufgeregt und freu mich einfach mega!

00:02:19: Ja, gleich erst mal... wie geht's dir?

00:02:23: Mir geht es gut.

00:02:24: Ich bin auch sehr aufgerebt in alle Richtungen.

00:02:26: Ich freue mich auf Mega, dass wir das zusammen machen.

00:02:29: Ich habe mich sehr gefreut, dass du es schon vorab gelesen hast.

00:02:33: Du warst eine meiner ersten Leserinnen ... Und das war auf jeden Fall, glaub ich ... Das größte Glück, was mir hätte passieren können.

00:02:42: Deswegen freu' ich mich sehr, dass wir das jetzt machen!

00:02:44: Aber es ist auch ein bisschen weird?

00:02:46: Ja!

00:02:47: Weil irgendwie eigentlich das Podcast-Projekt wird so einen Jahr lang gestemmt haben mit anderen Leuten und ich kurz den Moment hatte, ob ich das überhaupt machen möchte.

00:02:58: Aber Alina und Roy waren festen überzeugend, dass es auch eine Ausgabe geben musste.

00:03:04: War schön.

00:03:05: dass sie dich dazu pushen konnten, diese Menschen brauchten.

00:03:09: und wie schön das jetzt reden.

00:03:10: Ich muss sagen ich durfte ja vor ein paar Monaten, ich hab überlegt, ich glaub sind zwei drei Monate fast schon her, durfte ich's lesen?

00:03:17: Und gestern dachte so okay ich lese noch mal bisschen rein nochmal einen Eindruck kriegen weil ich es jetzt auch gedruckt bekommen habe natürlich nochmal anders.

00:03:28: Plötzlich war ich auf Seite Achtzig und war so, ich kann nicht auch hören.

00:03:32: Ich muss weiterlesen!

00:03:33: Und es war wirklich krass, weil ich hatte dieses Gefühl schon beim allerersten Mal lesen.

00:03:37: Das hat sich gelesen wie eine Serie.

00:03:40: Ich wollte immer wissen, wie's weitergeht.

00:03:42: Es ist so dicht und voller Bilder geschrieben.

00:03:45: Und plötzlich war ich noch auf Seite achtzig.

00:03:48: Ich musste das nochmal lesen, sonst hab ich jetzt nur die ersten Achtzig Seiten.

00:03:52: Ich hatte total Fomo ... eine Nacht mit weniger Schlaf als du hinter dir, aber aus den besten Gründen.

00:04:00: Und es war voll toll das auch ein zweites Mal zu lesen.

00:04:03: Ich hab noch mal ganz viel neu entdeckt und ...

00:04:06: Ja?

00:04:08: Wie war's?

00:04:08: Das hat sich irgendwie langsamer angefühlt, wenn ich lese so selten oder zwei Mal.

00:04:14: Ich tatsächlich auch.

00:04:15: Das sag' ich jetzt nicht nur weil wir sprechen, sondern ganz oft freu ich mich immer so und merke dann wie ein Buch so durch.

00:04:22: Jetzt war natürlich auch so ein anderer Anlass.

00:04:24: Ich hab aber so bemerkt, ich fand es überhaupt nicht langsamer erzählt.

00:04:27: Im Gegenteil ... Das ließ sich fast noch schneller, weil ich die Charaktere schon kenne und hatte das Gefühl, ah ja!

00:04:35: Und jetzt geht sie gleich dahin.

00:04:38: Und andere Dinge, die nochmal rausgesprungen sind.

00:04:42: Ja, vielleicht erst mal zu viel dazu.

00:04:46: So als kleine Einladung?

00:04:48: Ähm... Ja, gibt's irgendwas, worauf du was zu sagen wirst vorab?

00:04:53: Mit was startest du gerade so in diese Zeit der Premiere?

00:04:57: bist du aufgeregt oder hast du das Gefühl es ist irgendwie schon auch abgehakt und du kannst jetzt eh nichts mehr ändern sozusagen.

00:05:04: Wie fühlt sich das an wenn Buch so gedruckt ist und bereit zum Verkauf?

00:05:09: ja also zwei Sachen erst mal würde ich dich auch gerne vorstellen bevor ich es vergesse.

00:05:13: okay aber zweitens nur kurz dazu.

00:05:16: also ich fühlte sich Ich hab gestern zu meiner Schwester gesagt, das fühlt sich an und es wär schon vorbei.

00:05:22: Und ich glaub, ich hab's auch in der letzten Woche bei meiner Zürich-Vorpremiere gesehen.

00:05:29: Auch da war's so okay!

00:05:30: Jetzt ist so Deckel drauf, alles ist so done and dusted.

00:05:34: Aber eigentlich gehts ja erst in acht Tagen richtig los.

00:05:38: Da erscheint nämlich das Buch offiziell also wenn der Podcast launcht genau in einer Woche.

00:05:45: Ja ... Genau, also so fühlt sich es irgendwie ein bisschen an.

00:05:47: Also sehr schräg.

00:05:49: Irgendwie wäre ich eigentlich schon fertig mit etwas und muss irgendwie ... Er kann auch nicht so richtig begreifen, dass das wirklich noch kommt?

00:05:57: Und weißt du, es ist mega weird!

00:05:59: Aber sogar bei der Vorprämiere hat den ganzen Tag das Gefühl, es kann eigentlich diesen Abend gar nicht geben.

00:06:05: Es war wie so... Ich konnte das nicht so sinken, dass ich dann da jetzt darüber sprechen soll was ich jetzt schon acht Jahre mit mir umgetragen habe.

00:06:14: Aber ganz kurz zu dir, ich möchte biografische Äktanten zu dir nennen.

00:06:18: Okay!

00:06:19: Ich bin gespannt.

00:06:20: Ja, ich mal gucken ob es richtig ist.

00:06:22: Wir kennen uns ja erst seit einem Jahr.

00:06:25: unter anderem auch deswegen fand ich das so cool, das mit dir zu machen weil wir gefreundet sind aber gleichzeitig noch nicht unser ganzes Leben miteinander teilen.

00:06:34: und genau also Edu heißt Julia Susan Buchmann oder Susan?

00:06:41: Sie sahen eigentlich französisch?

00:06:44: Ja, aber ich sag mal so.

00:06:46: Ich lasse es eigentlich immer weg.

00:06:48: Aber ist das so ein schöner Name?

00:06:50: Als ich das in der E-Mail war ... Okay, da soll ich wahrscheinlich nicht sagen wie deine E-mail

00:06:54: geht.

00:06:54: Jetzt müssen alle Bescheid!

00:06:56: Den Reiß lassen wir vielleicht weg... Aber ist auch

00:06:59: okay.

00:06:59: Sie sah den

00:07:01: Dreiundreißig.

00:07:02: Der Fiend.

00:07:03: SIRFZIG

00:07:05: GIRL.

00:07:08: Also ich finde es einen mega coolen Namen.

00:07:09: Das klingt wie ein Hollywood Star.

00:07:12: Okay, cool.

00:07:12: Die erste Person, die das zu mir sagt, finde ich super!

00:07:15: Ich

00:07:15: spreche mit meiner Agentur darüber?

00:07:17: Nein gar nicht.

00:07:18: aber ich persönlich finde dass der Name sehr lang ist so in

00:07:23: der

00:07:23: Gesamtanzahl an Buchstaben.

00:07:25: dann und dazu kommt es also in der Schweiz gibt's diese sehr traditionelle Art und Weise mit Namen umzugeben nämlich der Vorname, der Mutter oder das Vater sind immer die erst geborene Tochter.

00:07:40: Oder so weitergegeben wird.

00:07:41: dementsprechend meine Mutter ist auch Susanne und ja ich finde es irgendwie schön.

00:07:47: aber ich merke so in diesem aktiven Namensgebrauch hat sich irgendwann sowas eingestellt dass ich das irgendwie teufelt mein eigenes mehr zu machen und mich nicht mehr wirklich damit identifizieren wollte genau

00:08:03: Verstehe, vielleicht bin ich auch nur so neugierig.

00:08:05: Weil ich keinen zweiten Namen habe.

00:08:07: Den zweiten Vornamen.

00:08:08: Obwohl in unserer Familie das eben eine Tradition gibt mir einen Namen zu haben.

00:08:13: und ähm ... Ich hab das irgendwie immer so gut gefunden, wenn andere Leute zwei Namen haben.

00:08:19: Ist ja so eine Wahl.

00:08:20: But anyway... Ja, ist

00:08:22: aufregend!

00:08:23: Aber es ist gar nicht so sehr in meinem Fall.

00:08:26: Wie noch ein anderes mögliches Leben?

00:08:28: Genau.

00:08:30: Ähm, du bist ... Und du bist in Herisau aufgewachsen.

00:08:36: Richtig ist gesagt?

00:08:37: Perfekt!

00:08:38: Und für Kontext, wenn ich das richtig erinnere... ...ist es ein sehr kleines, kleiner Ort Dorf statt.

00:08:46: Ist das was?

00:08:46: Kleines Dorf.

00:08:47: Ein kleines Dorff in der Schweiz.

00:08:50: Ja.

00:08:51: In Appenzell-Aus-sur-Roden.

00:08:53: Also...

00:08:54: Abenzell außer Roden.

00:08:57: Roden, außer Rodden.

00:08:59: Wo es jetzt nicht unbedingt eine direkte Anbindung an den Kulturbetrieb vielleicht gibt.

00:09:05: Nee, der liebt auf jeden Fall nicht auf der Hand.

00:09:08: Genau, das finde ich auf jeden fall schon mal ultra spannend weil du hast dann nach ein paar Zwischungssteps in Hannover studiert?

00:09:18: Und die Zwischensteps, da können wir vielleicht noch später zu kommen.

00:09:21: Ich find die auch sehr interessant wie du überhaupt dazu gekommen bist dann Schauspielerin zu werden und hast nur um es jetzt nochmal kurz zu fassen lange am Theater Magdeburg gespielt und warst auch dort mit dem Stück Blutbuch... ...zum Theater treffen in England?

00:09:37: Stimmt das oder viel zwanzig?

00:09:38: Ähm... Oh Gott,

00:09:41: du fragst mich nicht.

00:09:44: Fünfundzwanzig!

00:09:44: Ja.

00:09:44: Fünfundzwanzigt

00:09:45: ne?

00:09:45: Und im gleichen Jahr Stimmt das?

00:09:48: Ist Friedersfall erschienen, also was

00:09:51: weiß ich aber ... Ja, Herbst-Vierundzwanzig halten die Weltpremiere und dann in den Zweifel.

00:09:56: Okay.

00:09:57: Genau.

00:09:57: Also im gleichen Zeitraum auf jeden Fall

00:10:00: ist Frieders

00:10:01: fall der erste Hauptroll, Kinohauptrolle.

00:10:04: Der Film ist ins Schweizer Kino gekommen.

00:10:07: Und für diese tolle Rolle, die mich auch wirklich da so mich sehr beeindruckt warst du für den Schweizer Filmpreis gleich nominiert mit der ersten Hauptrolle

00:10:17: Genau.

00:10:17: Das sind die Sachen, die ich über dich gerne sagen würde.

00:10:20: Fehlt ihr was?

00:10:21: Nein!

00:10:21: Ich bin jetzt schon voll überfordert weil ich gar nicht dachte dass wir es über mich reden aber danke für diese schöne Vorstellung.

00:10:28: das ist alles wunderbar adäquat

00:10:32: Sehr gut, sehr gut.

00:10:33: Das ist ja die Idee von Neufrescher oder es können alle so auslegen wie sie möchten.

00:10:38: aber ich finde das immer ganz schön dass es halt in beide Richtungen auch gehen kann.

00:10:42: Dass man sich auch kennenlernt.

00:10:44: Ja zum Glück haben wir uns schon kennengelernt, jetzt noch mal ganz anders.

00:10:48: Ich dachte gerade als du darüber gesprochen hast, dass es irgendwie sich schon so abgestossen anfühlt ein Buch und so zu wäre, dachte ich auch gerade im Bezug auf Schauspiel so ach ich kann mir das irgendwie gut vorstellen.

00:11:00: So ähnlich geht es mir auch, wenn Projekte schon abgeschlossen sind.

00:11:03: Also jetzt gerade auch für das Fall.

00:11:05: Dann liegen irgendwie über ein Ja liegt dann da dazwischen und der Film ist da und man geht zu einer Premiere.

00:11:13: Man kann so gar nichts mehr machen und man schaut einfach was passiert.

00:11:17: oder wie sind die Kritiken?

00:11:18: Wie kommt's an?

00:11:20: Wo wird der Film gezeigt?

00:11:22: Das finde ich irgendwie eine ganz spannende Phase.

00:11:24: Und genau habe ich mich nämlich gefragt War das für dich auch so, dass es die Geschichte des Sommers schon so ein bisschen weggerückt ist?

00:11:33: Oder du gar nicht mehr so ganz springen gesteckt hast oder war's noch so ganz aktiv.

00:11:37: Oder hattest du fast schon ein bisschen das Gefühl euch muss irgendwie auch nochmal reinlesen?

00:11:43: Ja also erstmal ja voll die schräge Phase und ich glaube für alle die Dinge veröffentlichen oder rausbringen vielleicht ein bisschen weniger im Theater weil unmittelbar danach passiert.

00:11:57: Aber wenn du diese Zwischenphase hast, dann kommt der Zwangsläufig so einen Abstand rein.

00:12:03: und genau dieses, was du gerade beschrieben hast, dieses Gefühl von ich kann auch nichts mehr machen.

00:12:07: Und ich glaube das ist grad so irgendwie anstrengend und irgendwie auch gut weil es ist halt vorbei.

00:12:13: aber ich merke jetzt bei jedem Buch was ich lese, bei allem was ich konsumiere dass ich immer so dann stresst mich dann auch manchmal auf eine Art Wenn ich so reinlesen will, muss dann mal wieder weggehen davon.

00:12:30: Weil ich denke, nein!

00:12:31: Das Wort oder hätte ich da nicht noch?

00:12:34: Und das ist aber etwas, was wirklich alle kennen und würde ich mal so behaupten.

00:12:43: Man muss es irgendwie einfach überbrücken.

00:12:44: Bei mir war jetzt quasi von Verlagsunterschrift zur Veröffentlichung ein Jahr, es kann noch länger sein bei Autorenne.

00:12:54: Also es kann auch echt Jahre vergehen bis sie dann das Buch in der Hand halten und ich habe schon noch sehr aktiv lektoriert und noch überarbeitet eigentlich die ganze Zeit und dadurch fühle ich mich dem Text schon sehr nah.

00:13:06: Aber ich ziehe mich wie so einen Schritt weit weg von dem Alter der Protagonistin – das natürlich schon auch!

00:13:13: Du meintest vorhin gerade, dass du acht Jahre darin beschrieben hast.

00:13:18: Wie kam das?

00:13:18: Hast du ein bisschen darüber zu reden?

00:13:20: was war der Anstoß dieses Buch zu schreiben?

00:13:24: wie fühlt sich das an über acht Jahren Buch zu schreiben?

00:13:29: also ich habe ja schon sehr früh angefangen zu schreiben und hatte mit Mit Nachtschnecken, meinem dritten Romanus habe ich mit dem Zirpen und zwanzig veröffentlicht.

00:13:40: Und da habe ich immer so Witze gemacht, dass ich jetzt mir fünf Jahre Zeit nehmen könnte um ein richtig gutes Buch zu schreiben.

00:13:47: Dann wäre ich dreißig!

00:13:50: Und dann wäre es so... Dann könntest du mir Zeit lassen, wenn ihr so... so erwachsen, wenn mein neues Buch kommen würde.

00:13:56: Dann könnte ich das ... Ich weiß auch nicht, was mir vorgestellt hat da vielleicht einen hochliterarischen Roman oder so etwas, was mich abgrenzt von dem Außenbild, dass es von mir herrschte mit Anfang zwanzig.

00:14:10: Dann wurde ich halt dreißig und der Roman war ... Der Vertrag war nicht in Sicht.

00:14:18: Und dann ... Also, ich hatte zwar etwas geschrieben Und genau meinen dreißigsten Geburtstag rum ging es sehr an mit Covid.

00:14:28: Es war wirklich so mein Geburtstag.

00:14:30: und dann, ich glaube am Tag ... Ich war gerade ein paar Riesen im Tag und gingen die Grenzen runter oder so.

00:14:36: Da waren so Dicht.

00:14:38: Das war wirklich eine krasse Situation.

00:14:41: Und dann hab ich innerhalb der nächsten Wochen den Roman noch mal komplett von vorne anzufangen.

00:14:49: Weil ich plötzlich so einen Gefühl hatte Nee, es muss doch noch mal ganz anders sein.

00:14:56: Genau, jetzt war mein Trainer fort.

00:14:57: Aber das ... Also, es fühlte sich an wie als hätte ich diesen ... Es fühlt sich immer noch so an weil's auch wirklich so ist.

00:15:03: Als hätt ich ihn viermal geschrieben oder fünfmal.

00:15:06: Ich hab ihn wirklich diverse Bücher geschrieben mit dem gleichen Thema, also mit den Figuren und ich wollte ... Ich wollte das Buch irgendwie schreiben und ich musste so die Form finden.

00:15:21: Und ich musste auch meinen Platz finden im Markt dafür, ich glaub, das war so ... Deswegen hat sich das Buch oft verändert und gleichzeitig ist aber der Kern extrem gleichgeblieben.

00:15:32: Macht es Sinn?

00:15:33: Ja, total!

00:15:34: Also absolut für mich auf jeden Fall, weil ich's schon lesen durfte vielleicht um die zu- und zuhörerInnen, Zuschauerin noch ein bisschen mehr mit ins Boot holen zu können.

00:15:46: Sommer und so.

00:15:47: Und bitte, wir spielen uns jetzt einfach Bälle zu.

00:15:49: Wenn ich irgendwas richtiges vergesse.

00:15:52: Erzählt eine Geschichte bin ich so kraftvoll und fund- und lebendig voller Popkultur wirklich artenlos im besten Sinne von einer ... ... neunzwanzigjährigen oder?

00:16:05: Achtung!

00:16:06: Achtungszwanzigeren.

00:16:07: sehr gut da.

00:16:08: Tennis.

00:16:10: Achtundzwanzigejährigen Frau Rebecca ist ihr Name.

00:16:14: sie lebt in London Arbeitet als Drehbuchautorin, studiert auch noch.

00:16:20: Ist so in der ... verstehe ich das richtig?

00:16:23: So zwischen Sande Studium ist vorbei und wie komme ich in diese Welt rein?

00:16:28: Genau!

00:16:28: Also sie arbeitete eigentlich noch nicht wirklich als Drei-Buch-Autorin aber das ist quasi wo sie gerade abgeschlossen hat frisch.

00:16:35: Ja, die Übergangsphase, wo man den weiß... Man hat gefühlt, steht doch irgendwie fünf Jahre Zeit mit und muss es geschafft haben.

00:16:45: Auch eben super spannend.

00:16:46: Also ganz extrem viele Themen darum umgebaut, dieses Leben in London, die Freundeskreise, die Selbstverwirklichung aller Individuen.

00:16:56: Es geht ganz viel auch um Familie und Herkunft, um Heimat, um Macht.

00:17:02: Sie lernt einen Mann kennen, der ist fürzig?

00:17:06: Ja!

00:17:08: Die beiden beginnen eine heiße, logande Affäre würde ich mal sagen.

00:17:14: Die total spannend ist und man finde nie so genau weiß okay wo geht's hin?

00:17:19: Weil ich finde das es auch ganz ganz toll erzählt nämlich dieses Sicht darauf einlassen Beinhalte zum großes Ohn finde ich von Rebecca dass sie dem nachgeht und sehr bewusst auch nachgehen.

00:17:32: ja also und während all denen was ich gerade meinte Akat Rebekah sich an einen gebrochenen Herzen ab und versucht, die Vergangenheit ihrer vorherigen Beziehung zu verarbeiten.

00:17:47: Vielleicht auch teilweise ihr vorheriges Leben?

00:17:50: Ja!

00:17:50: Und da sind wir im Sommer unterwegs.

00:17:55: Sehr schön beschrieben.

00:17:56: Genau.

00:17:57: Und vielleicht doch hinzuzufügen... ...dass sie ihr Geld verdient als Nanny und für eine reiche Familie arbeitet so dass es ihr Dayjob

00:18:07: Was auch für mich so großartig ist, diese Geschichten.

00:18:11: Die dann auch teilweise ... Es ist so todtraurig und dann wieder so urkomisch.

00:18:15: Also es gibt diese eine Beschreibung wie sie arbeitet als Nanny Und ein Kind krank wird und das sich nur noch übergibt und Rebecca sitzt da und versucht nur irgendwie zwischen erbrochenem Aufwischen und Mutter erreichen Sie sich aber nicht meldet.

00:18:34: die Eltern sind aus Und sie versucht da irgendwie zu schonlieren.

00:18:39: Dann kommen die Eltern wieder nach Hause, Rebecca geht irgendwie völlig angekotzt und fändig nach Hause... ...und am Ende wird ihr dann in die Schuhe geschoben, dass sie das Kind bestimmt angesteckt hätte so.

00:18:52: Also auch ganz viel Macht- und Machtgefälle finde ich, was da so vonstatten

00:18:58: geht.".

00:18:59: Ja, absolut.

00:19:01: Das war ja auch Thema unter anderem in der Vorprämierende im Gespräch und ich finde das so schön, dass es so gesehen wird – das macht auf jeden Fall das zentrale Thema des Romans für mich ist.

00:19:14: Und ich glaube, auch hingewiesen hat mich zuallererst meine Schwester, meine kleinen Schwester die das auch in einem frühen Stadium gelesen hat oder in dem früheren.

00:19:24: Und das ist das Thema.

00:19:26: Ja, stimmt!

00:19:27: Du hast so Recht und seitdem ... Das hat mir danach auch noch mehr im Lektorat geholfen, bestimmte Stellstrauben anzuziehen.

00:19:34: Manchmal muss man beim Drehbuch schreiben gehen, wenn es wie am längsten dauert, was ist eigentlich das Thema?

00:19:40: Ja, das versteh ich.

00:19:41: Ich fand auch bezeichnend, dass sich das Gefühl hatte durch dieses Lesen, wie sich die Macht immer wieder verändert.

00:19:49: Also, das ist von sag' ich nach... Macht aus Übung oder nach Entmächtigungen zu einer Selbstermächtigung kommt.

00:19:59: Oder durch eine Machtlosigkeit, also wieso?

00:20:02: Ich hatte das Gefühl ich habe so ohne dass sich das geführt ist, wurde einem so aufgedrückt, gab es ganz viele kleine Strenge die immer wieder aus ganz unterschiedlichen Perspektiven darüber erzählen.

00:20:14: Ja natürlich.

00:20:15: Also wenn nicht macht Sinn und ich dachte dann irgendwie ist ja auch sowieso ein eines der größten Themen glaube was uns so umgibt, tagtäglich.

00:20:25: Und

00:20:27: ja und was ich besonders spannend fand diese Unterscheidung vielleicht können wir darüber reden zwischen Ruhm und Macht.

00:20:34: wenn ich es richtig im Kopf habe sagt Le Mecca rum möchte sie nicht aber macht hätte sie gerne das würde mich.

00:20:43: das fand ich extrem zu klug und ich musste irgendwie viel darüber nachdenken.

00:20:46: Ich würd voll gern nochmal aus deinem Mund hören wie du das formulierst.

00:20:54: Ich glaube, ich habe ja auch eine Art und Weise mit achtzehn eine bestimmte Art von Ruhm mitbekommen.

00:21:02: Auch wenn der natürlich klein in einer bestimmten Bubble stattfand.

00:21:06: Aber auf jeden Fall habe ich eine Sichtbarkeit erlebt.

00:21:09: Und ich glaube, dass mich das seitdem eigentlich so umtreibt was das eigentlich bedeutet gesehen zu werden aber auch gesehen zu was man nicht ist.

00:21:25: Oder womit man sich nicht übereinstimmt?

00:21:28: Ich würde deine Perspektive sehr darauf interessieren, weil ich finde im Schauspiel ist das ja fast noch krasser, weil du ständig etwas anderes spielst und in die Rollen, in die du reingehst, deine Sichtbarkeit herstellen.

00:21:44: Gleichzeitig bist du als Schauspillerin ... allgemein auch auf einen Markt angewiesen.

00:21:51: Und oft, außer du bist ein Superstar und kannst dir aussuchen musst du ja oft das nehmen was dir angeboten wird oder zumindest kannst du aus einem kleinen Pool auswählen und du bist wie so abhängig davon was andere Leute mitmacht entscheiden was eigentlich da sein soll auf dem Bild und im Text usw.

00:22:17: Also gerade beim Schauspiel beschäftige ich mich das eben auch so extrem, wenn ich das bei anderen Leuten beobachte.

00:22:23: Weil für mich fühlt sich dann zum Beispiel Schauspül oft an wie etwas was sich auch unmächtig anfühlen kann und ich glaube nur vielleicht kannst du dazu gleich sagen aber Ich glaub, für mich hat sich das mit achtzehn dieser bestimmte Art von Sichtbarkeit auch sehr unmächtig angefühlt.

00:22:40: Und wie als müsste ich mich so verstecken?

00:22:44: Vor allem also ich hab dann jede Ausbildung ... die ich dann angegangen bin oder ne alles wo in jedes Umfeld in das ich reingegangen bin war immer schon so konntiert mit oh Gott wenn es jemanden mitbekommen hat Dann werde ich schon so einsortiert vielleicht oder muss mich dem so aussetzen Und das hat sich ... ja, so machtlos hab ich mich dann manchmal so gefühlt.

00:23:09: Also nur umtreibt mich lange und ich glaub, dann habe ich aber auch irgendwann mich auch so bewusst ... Ich hol jetzt ein bisschen länger aus, aber ich hab den so entzogen und bin ja auch ins Ausland gegangen.

00:23:23: Und dann in eine komplette Unsichtbarkeit wieder rein.

00:23:27: So!

00:23:28: auch bewusst.

00:23:30: Aber damit kommt dann halt auch wieder und ich glaube, das sind alles Themen die ich irgendwie auch literarisch bearbeiten oder ich hatte so... Ich musste das wie so bearbeiten und das auch schon lange.

00:23:42: also ich habe ja dieses Buch wirklich durch meine ganze Angegebende beginnende Drehbucke hier eigentlich geschrieben von wirklich Niemand zu sein, so eine Person die im Markt sich einigermaßen gut bewegen kann und genug Leute kennt um sich darin wohlzufühlen.

00:23:59: Und das Gefühl zu haben eben nicht mehr so machtlos zu sein.

00:24:04: Das ist alles glaube ich all diese Prozesse sind in diesen Roman eingeflossen und dieses ... dieses weirde Gefühl von... Ja genau du bist irgendwie wenn du nicht es schaffst in so einer Sichtbarkeit auf your own Terms zu holen Fühlt sich das anders, wer es zu Dingen ausgeliefert.

00:24:26: Ja und ich weiß jetzt... Hat

00:24:27: sich das beantwortet?

00:24:28: Ja

00:24:28: total!

00:24:29: Ich finde es mega spannend.

00:24:30: also absolut und wenn ich dir zuhöre denke hast du mir dann die Kontrolle auch wieder geholt in dem Du gesagt hast ich gehe nach London, ich ziehe weg, ich gehe bewusst in eine Anonymität wo ich diesen Stempel nicht mehr auf mich drücken lasse was diese Medien auch mit mir gemacht haben.

00:24:51: Genau das, ja.

00:24:52: Das ist eigentlich eine Kontrolle sich zurückholen

00:24:56: zu ... Mhm.

00:24:56: Die Kontrolle zurückholten und gleichzeitig zu merken in einem neuen Land ohne irgendeinen Kontext, den ich mehr in Deutschland schon erab- oder im deutschsprachigen Raum schon erarbeitet hatte, dass ich da aber auch wie so komplett von vorne anfange.

00:25:13: Total!

00:25:14: Also hier wurde ja auch etwas genommen richtig?

00:25:18: Wenn ich das richtig verstehe, da zum einen hast du dir die Kontrolle geholt.

00:25:21: Aber die wurde ja auch etwas genommen.

00:25:23: Nämlich die Rebecca, die in Berlin gelebt hat, die dieses Buch geschrieben hat und dieses Leben in Berlin geführt hat... ...die auf eine Art und Weise dazu bewegt wurde, das Land zu verlassen um sich neu aufzubauen... ...um sich neu zur Erfindung wiederholt zu haben weg von diesem Stempel.

00:25:39: Also die wurde dann ja auch ein bisschen davor genommen?

00:25:43: Ja, auf eine Art und Weise wahrscheinlich schon.

00:25:45: Und dann halt eben ... dass die Anonymität hat aber auch zwei Seiten.

00:25:51: Ich glaube also, worum es im Buch ja auch geht ist das ... Wie kann man sich neu erfinden in einer neuen Welt?

00:25:59: Oder ist man immer ... Man selbst!

00:26:02: Das ist ein großes Thema, was viele Menschen umtreibt, die mal einen anderen Stadt geliebt haben oder auch in einem anderen Land, einen anderen Kontext.

00:26:11: Und was ist dieses Selbst?

00:26:13: Wichtig, also so wie inwie unterschiedlichen Kreisen wir unterschiedliche Aufgaben haben.

00:26:20: Ich finde das fast auch so schön zusammen, dass sich die Rebecca besucht im Buch einmal kurz ihre Oma und ich finde zum Beispiel da empfinde ich sie ganz anders.

00:26:32: Da hat sie sowas... Sie war gerade krank und geht dahin viel jünger oder viel zarter, also in diesem Kontrast zu dieser Oma die auch ihre Geschichte hat.

00:26:46: Die Oma sowie die Mutter von Rebecca haben auch die Länder gewechselt und es gibt diese Suche nach Heimat- oder Selbstvermöglichung.

00:26:56: Da passt man sich immer so extrem an.

00:26:58: Und trotzdem ist dieses Streben was?

00:27:01: Das selbst!

00:27:02: Ja voll.

00:27:03: Ich finde das ist extrem... heilsam auch, das zu lesen.

00:27:08: Also so ging es mir auch mit diesen ganzen Struggles, dass das irgendwie auch okay ist.

00:27:15: also weil ich das Gefühl habe, dass du da so direkt und ehrlich empfindlich bist, dass ich es so gut nachvollziehen kann.

00:27:23: Du überschreibst wie ich das seltene finde oder ich hab gerade eine große Sehnsucht danach, dass man sich ehrlich austauscht über Scheitern beispielsweise.

00:27:33: Aber wenn ich fragen darf, wie ging es denn dir?

00:27:36: Damit Harry sau zu verlassen.

00:27:38: Und hattest du auch so ... Oder konntest du dich in dem Sinne vielleicht damit identifizieren dass du in eine neue Stadt gegangen bist oder in neuer Städte und dadurch dich noch mal neu zusammenstellen musstest oder wolltest?

00:27:54: Also ich hab mich grad voll mit dir verbunden als du gesagt hast ja erstmal was totale über Forderungen Du wusstest auch gar nicht Das gefühlteil ich total.

00:28:04: Also... Ich bin da weg, da war ich gerade achtzehn und bin wirklich mit zwei Poffern in Hamburg gezogen erst mal Und ich war komplett ... ich hatte so einen Schock So, ich war so U-Bahn Mega viele Menschen Man grüßt sich nicht auf der Straße.

00:28:23: also ich war voll so Hä?

00:28:26: Ich komme halt nicht aus Berlin, das heißt für mich war Großstadt halt auch eine totale Beforderung schon Und dann natürlich schon auch Schritt für Schritt und ich glaube das Spannende ist, am Anfang war es wahrscheinlich noch viel spürbarer weil das war ja erstmal alles was ich kenne.

00:28:41: Auch in mir oder wer ich bin, wenn

00:28:43: so

00:28:44: was mich auch definiert.

00:28:46: aber ich glaub je länger je mehr in so einer Stadt in einer neuen Umgebung gibt's diese wundervollen Möglichkeiten warum ich das auch niemals missen möchte nicht neu zu entfalten oder?

00:28:58: Ich weiß gar nicht ob es ein Entfalten ist oder so einen neuen Wachsen lassen, wo ich mir aber ganz sicher bin.

00:29:09: Ich hatte diesen Ruf auch so in mir drin

00:29:13: und das spüre ich

00:29:14: eben auch bei einer Rebecca wenn sie so schreibt Sie wollte eh gehen und dann hat sich aber überlegt soll sie gehen?

00:29:22: Oder soll sie nicht gehen weil jeder Explozion magst?

00:29:25: oder dass doch irgendwie auch spannend wovon macht man's erst abhängig?

00:29:28: oder wie wahnsinnig anstrengend ist das auch

00:29:31: Ja.

00:29:32: Etwas zu verlassen, auch etwas hinter sich zu lassen

00:29:34: und

00:29:36: dann die Frage nach Identität.

00:29:38: Voll!

00:29:39: Es geht irgendwie nicht ohne Sacrifice, also ohne Opfer.

00:29:46: für bestimmte Dinge lässt man, glaube ich, immer zurück und das gibt eine Variante, ja oft auch nicht die bessere.

00:29:55: für mich persönlich so, ne?

00:29:56: Unabhängig von dem Buch oder von meinem Leben.

00:30:00: Was ich gefühlt merke ist, dass ich halt einfach in London sein will und das, was für mich funktioniert.

00:30:09: Aber trotzdem geht es ja schon auch viel im Buch drum.

00:30:12: Das sind die Sachen, die sich mit mir sehr decken.

00:30:16: Ich würde sagen der Roman hat auf jeden Fall einen autofiktionales Element.

00:30:22: Oder ist das, Autofiktionale Literatur ist auf jeden Fall das, was mich geprägt hat am meisten beim Schreiben und was mich so mein Leuchttombar oder verschiedene Autoren diese mein Leuchtum war.

00:30:35: Und das war etwas, wo ich lange damit gehadert habe und was ich irgendwie auch durch das Buch irgendwie so betrachten wollte.

00:30:47: Und jetzt mit sechs und dreißig, ne?

00:30:49: Mit dem Buch, das so abgeschlossen ist.

00:30:51: Und mit den Themen, die ich da in diesem Buch zurückverarbeitet habe ... Kann nicht auf jeden Fall sagen ja, für mich war es ... Die Entscheidung halt richtig gewesen, nach London zurückzuziehen als ich bin.

00:31:03: Die letzten Jahren immer so hin und her!

00:31:05: Aber genau was heißt nicht dass es die perfekte Lösung ist.

00:31:11: Was mich total interessieren würde, du hast gerade schon so ein bisschen gestreift mit autofiktional dem Begriff was du genannt.

00:31:18: Wie kam es dazu dass die Rebecca im Buch Rebecca heißt?

00:31:23: So wie die Autorin Rebecca Martin?

00:31:28: Also ich hatte mit meinen vorherigen Büchern immer die Erfahrung das mir... Nicht zugetraut wurde, sag ich mal so.

00:31:43: Dass das Romane sind?

00:31:45: Also okay...

00:31:46: Von der Literatur-Bahnehmung, was

00:31:50: wurde das nicht als Roman gekennzeichnet oder wahrgenommen?

00:31:54: Doch, es wurde gekennzeichnet aber auch von meinem Umfeld.

00:31:57: Es war immer so, deine Romane ist ja offensichtlich dein Leben und ich war also ... Ist das natürlich verständlich oder nachvollziehbar, weil sich bestimmte Dinge... Also mir gibt es ja auch so wenn ich Romane lese und stecken sich bestimmten Dinge.

00:32:16: Dass ich so auch rätselig oder irgendwie eine Urneugierhaar, okay was ist vielleicht davon zu gefüttert?

00:32:22: Unterfütterd von wahren Erlebnissen.

00:32:26: Und natürlich gibt es in meinem Schreiben auch wenn ich so recherchelastige Projekte mache immer sehr viel von mir drin.

00:32:35: Das ist so meine Art, wie ich irgendwie in Charaktere reinkomme.

00:32:39: Und ich glaube auch die Art von Schreiben, die mich persönlich am meisten interessiert, wo ich es kenne.

00:32:45: Ich bin wirklich so in den Charakteren drin und aber durch diese Erfahrung, dass sich dann halt wirklich so mir Mühe gegeben hatte ... Ich musste jetzt auch auf die Vorbereitung des Gesprächs noch mal drüber nachdenken.

00:32:57: Es sind wirklich sehr... In anstrengender Arbeit ja auch so gebaute Plots und... ...gebaute Beziehungskonstrukte.

00:33:08: Und wie kann ich die natürlich möglichst realistisch unterfüttern?

00:33:11: Aber es sind andere Städte, es sind die Familien im Konstellation ist anders.

00:33:18: Es sind so viele Dinge, wo ich mich so angestrengt hatte, da eine gute Romane zu schreiben mit... Ausnahme von einem R.C.

00:33:30: Strange und alles so, ja der sehr autofiktsional ist.

00:33:33: Und dann war ich mit diesem Buch so okay aber warum?

00:33:38: Warum eigentlich so weitermachen?

00:33:39: oder was passiert wenn ich die Figur Rebecca nenne Wenn ich mir keine Mühe gebe irgendwas zu ändern weil es gab in früheren Versionen einen anderen Job einen anderen Namen

00:33:52: Und trotzdem wurde er unterstellt.

00:33:55: das ist einfach

00:33:56: Bei dem Projekt nicht, weil das hat ja noch niemand gelesen oder kaum jemand.

00:34:00: Aber davor

00:34:01: sozusagen?

00:34:02: Ja, obwohl

00:34:03: die Namen anders waren.

00:34:05: Genau und alles andere auch.

00:34:06: Und bei dem Projekt ... Dann hab ich immer gemerkt in irgendeiner Fassung, weiß nicht mehr welches war, weiß so nee okay wenn was passiert, ich kam irgendwie so.

00:34:13: es wurde als ich habe tausende Seiten von diesem Raum angeschränkt und es wurde irgendwann zu größer und größer, mehr und an komplexer und dann war ich so okay.

00:34:22: Was ist, wenn ich das einfach rausnehme Und mich wirklich darauf konzentriere auf das, was mit meinen biografischen Eckdaten übereinstimmt.

00:34:31: Was ist wenn ich noch einen Schritt radikaler gehe und werde?

00:34:37: Die Figur einfach minimal von mir wegrücke und sie nur Rebecca heißen lasse.

00:34:45: Wie fühlt sich das dann anders zu schreiben?

00:34:47: Irgendwie hat es sich so ... Ich war so.

00:34:49: ja, das ist es!

00:34:51: Mich hat das interessiert, meinen Leben, meine Dinge die mich beschäftigt haben durch so ein autofiktsionales Brennglas anzuschauen und zu sagen okay wie erschaffe ich einen Roman?

00:35:05: An den Dingen entlang mit denen ich mich beschäftige.

00:35:09: Und trotzdem ist daraus natürlich ein Roman entstanden.

00:35:12: Ich habe viel darüber nachgedacht wie ich zum Beispiel auf solche Fragen jetzt antworten werde.

00:35:17: und offen ich bin natürlich noch erfrisch Jetzt hab jetzt noch keine Standard-Setzer.

00:35:22: Aber ich glaub, das ist so wirklich im Endeffekt ... Ja, es hat mich einfach ... Ich hab irgendwie keine Angst mehr davor zu sagen, okay ja, dann rate doch!

00:35:32: Also was?

00:35:33: Weil ich weiß ja ... ne, ich hab irgendwie ein anderes Vertrauen vielleicht in meine Fähigkeiten als Autorin und weiß, was es braucht um eine Geschichte zu einem Roman zu machen.

00:35:45: Und das ist gegeben oder so.

00:35:48: Voll spannend.

00:35:49: Absolut, und ich finde es passt... Also sowieso total spannend das zu hören wie du das sagst weil ich da auch voll viel Selbstermächtigung drin höre und auch so dieses What should happen?

00:36:01: Ja dann heißt sie halt gleich wie ich entscheidet selbst ist die gleiche Person oder nicht kennt ihr ja ich kenne auch einige.

00:36:10: Julius ist dieser Person also weißt du so ich mag das irgendwie dass du mit dem auch spielst finde auch dieser Geist, so findet sich auch in diesem Buch wieder.

00:36:25: Ich spring jetzt mal... So etwas als ich zum Beispiel total... Ah, ich find das so toll ist dieses... Ich nenn's jetzt mal Pretty Woman Motiv in diesem Book und es hat mich so mega geflasht weil ich irgendwie mich so gefreust habe dass ich so das Gefühl hatte Die Autorin lässt mich erst drauf kommen, wie so selber.

00:36:49: Nämlich gibt's dieses erste Bild wo sie mit Jephe und ihrer Affäre oder ich weiß da gar nicht wird ja auch eine Beziehung Ich will es jetzt nicht dekradieren zur Affäre Mit ihren Reelsong Eine total luxuriöse tolle Hotelübernachtung hat Und die Frühstücken dann noch zusammen.

00:37:12: extrem viel beschäftigter Filmproduzent, geht dann zur Arbeit und sie entscheidet sich vor der Uni bevor Sie in die Bibliothek zum Schreiben noch ein Bar zu nehmen.

00:37:24: Und ich hatte irgendwie sofort dieses Bild so beim ersten Wesen oder mal so, hey geil!

00:37:32: Und irgendwie interessiert es mich darüber zu reden.

00:37:36: warum ist das so befriedigend?

00:37:39: Also, so fließt mir auf jeden Fall.

00:37:41: Weißt du?

00:37:41: Ich hab mich so gefragt... Was daran fühlt sich so richtig an, dass sie jetzt noch mal da einen Bart nimmt und dann aber wieder in die Uni muss?

00:37:50: Also irgendwie fängt es total absurd!

00:37:52: Und dann nämlich später um den Bogen noch kurz zu schließen für diesen beiden Motiven geht Rebecca in die Oper wird eingeladen.

00:38:01: auch eine großartige Szene.

00:38:04: Okay.

00:38:05: Spoiler ich zu viel eigentlich wenn nicht alleine zu liegen.

00:38:08: Nein Nein, nein.

00:38:10: Das ist alles gut.

00:38:12: Du machst neugierig.

00:38:14: Ja

00:38:14: okay, gut.

00:38:17: Geht mit den beiden ihren Arbeitgebern vom Nenetop also mit den Eltern der Kinder, deren Kinder sie sittet?

00:38:27: Sie sind befreundet, ist ein Arbeitskollege von Jeppe.

00:38:30: Jeppe isst die Vieson von Rebecca und es kommt dazu dass die total awkward Rebekah eingeladen wird.

00:38:37: Kommt auch mit uns in Europa und sie ist da plötzlich mit ihren Arbeitgebern, die auch wirklich so...

00:38:43: Ah!

00:38:43: Wirklich habe ich so mit ihr mitgefühlt.

00:38:45: Ich war so oh mein Gott Ich kenne diese Jobs so, ich kenn die selber so gut aus meiner Zeit.

00:38:50: Aus meiner Studienzeit auch was man sich da teilweise gibt und plötzlich maschum.

00:38:55: auf jeden Fall ist sie dann da und ist in dieser Opern.

00:38:57: Dann schreibst du diesen Verweis auch zu Pretty Woman.

00:39:02: Ja das stimmt Zu Julia

00:39:03: Roberts Und ja keine Ahnung wie kommt's.

00:39:07: bist Du ein großer Fan davon?

00:39:09: oder wolltest du dir Geschichte weiterführen weil du findest irgendwie oder gehst jetzt noch mal rücken?

00:39:15: Oder ja, wie kann's?

00:39:17: Ja, eine voll gute Frage.

00:39:19: Ich glaube ... was ich halt versucht habe mit diesem Buch nach der vierten Fassung ist es als ... also sagen wir mal so, das geht ja viel um auch relativ harte Themen teilweise in Beziehungskontexten und ich wollte versuchen daraus so einen Raum kommen zu schreiben oder so etwas, was man so weg ... So, das war so mein Go.

00:39:48: Also wie kann ich ein Roman schreiben?

00:39:51: Ja irgendwie natürlich viele Themen ... Wie du schon sagst sehr viele Themen, die mir drin hat.

00:40:00: Aber wie kann man das machen, dass es so durchblättert?

00:40:06: Das war so meinen Bedürfnis und dann bin ich doch gekommen, dass das vielleicht ein Romance sein muss dass das der zentrale Plot sein muss.

00:40:15: Und ich glaube, was mich zum Beispiel mit London emotional sehr verbindet sind auf jeden Fall die Romcoms der Neunziger und Zeitausende unter anderem natürlich so Notting Hill aber auch so die anderen Romcom's, die vielleicht gar nicht Englisch oder London-Bass sind Aber sich für mich als Kind so angefühlt haben.

00:40:34: es war irgendwie einfach diese englische Sprache gewählt Julia Roberts Es war alles für mich eine Suppe Und viele, es gibt ja auch so Bridget Jones.

00:40:44: All diese Sachen, die sie in London spielen und ... Die haben einen großen Einfluss auf mich gehabt, was den Sehnsuchtsort London betrifft.

00:40:52: Ich wollte versuchen, einen deutschen Roman mit einem ähnlichen Gefühl zu schreiben.

00:41:00: Und gleichzeitig oder was ich schätze an dem Moment kommt sind, dass sie oft wirklich eine Tiefe haben.

00:41:07: So?

00:41:08: Ähm, und ich hoffe das ... dass in dem Sinne Sommer und so auch etwas hat, so ein Undercurrent oder sowas.

00:41:15: So was brodeln das darunter?

00:41:18: Was komplexer ist und schwieriger ... Aber eben halt mit dem verbunden.

00:41:24: Und ich glaub deswegen kam halt all diese Situationen die du beschreibst auf die Badewanne, die Referenz, die sie selber darauf macht.

00:41:32: Das kommt alles aus diesem Bedürfnis heraus.

00:41:35: Ja,

00:41:36: aber dann ... Sorry, nee, sorry!

00:41:39: Ich wollte nur sagen, was ich nicht erwartet habe ist, als meine Mutter es gelesen haben.

00:41:45: Als meine Mutter das gelesen hat und war dann so ... Ja!

00:41:48: Sie kennt natürlich alle meine Bücher, sie hat angefangen, dann war sie so okay.

00:41:53: Das kennt man jetzt nicht im deutschen Markt diese Art von Schreiben, was auch stimmt.

00:41:58: oder würde ich mal sozusagen eher etwas in einer englisch-sprachigen Tradition erzählt.

00:42:04: Und dann war die so.

00:42:05: aber dann ist mir im Bewusstsein geworden, es ist wie Bridget Jones.

00:42:09: Ich war so ... ah ja?

00:42:13: Aber ich weiß irgendwie was sie meint und der Charakter Rebecca ist, glaub ich, anders reflektiert vielleicht als Bridget-Jones oder ernster.

00:42:24: Irgendwas daran hat sie schon richtig gesehen und das siehst du auch gerade richtig.

00:42:29: Das hat deine Mutter dann erleichtert weil sie dachte okay, also wieso kann man es einordnen?

00:42:36: oder

00:42:37: das kennt

00:42:38: Mensch damit.

00:42:40: Das hat Potenzial so, oder?

00:42:44: Ja ich glaube es hat sie ... Ich weiß nicht was erleichtert, aber ich glaub's war so ... ja vielleicht irgendwie so eine Richtung wie man es lebt.

00:42:53: Aber es fängt auch sehr fluffig an.

00:42:57: Total!

00:43:00: Also ich finde,

00:43:01: da ist bemerkenswert, weil ich glaub... Da ist so ein Rotz drin Und so was Direktes, wo ich diesen Spagat... Ich glaube der macht es für mich aus.

00:43:12: Dass es sehr viel Bewusstsein gibt für diese Dynamik, für auch diese Machtgefälle in Beziehung.

00:43:22: Also dass Rebecca verarbeitet eine extrem toxische Beziehungen und gleichzeitig begibt sie sich Wie ein Sohn, wie wir es nennen.

00:43:32: Mit einem Fünfzigjährigen, der sehr wohlhabend ist und da gibt's ganz erfolgreich, also ganz viel Macht auch!

00:43:40: Und ich

00:43:40: liefst aber, wie sie sich gefühlt noch gar nicht gut kennen... ...und Rebecca dann direkt so ist, naja bei mir wirds halt nicht so gehen.

00:43:49: Also die reden halt nicht mit Augenhörern, mit mir.

00:43:52: Sie olden das aber so und spricht es an und dadurch gibt's einen anderen Blick darauf.

00:43:59: dass ich nicht das Gefühl habe, ich kann es im Gegenteil, also ich kann's gar nicht abtümen jetzt zum Beispiel.

00:44:05: Das ist die Romance so, sondern ich finde es gibt extrem viel Tiefgang in dieser Geschichte.

00:44:12: Ja, das war schon mal gut.

00:44:16: Es gibt wahrscheinlich irgendwo so dazwischen, ne?

00:44:20: Also ich glaub... Zwischen so einer Gegenwartsliteratur im klassischen Sinne aus dem deutschen Kontext und dann halt etwas, was halt vielleicht mehr ... Also ich glaube diese Art von Romance-Sachen kennen wir aus Deutschland gar nicht sehr.

00:44:37: Es kommt aber jetzt mehr.

00:44:39: tatsächlich auch unter anderem aufgrund des Erfolgs vom Maxen Hall ist es ja wirklich eine große Welle gerade in Deutschland, die kommt.

00:44:48: Was ich total begrüße.

00:44:51: Ja, das Gute ist, dass wir da auch mehr erzählterisch ausprobieren.

00:44:55: Ich rede jetzt natürlich von Film und Fernsehen aber in jeder Hinsicht so ... ja genau, so war es.

00:45:03: Jetzt sind wir irgendwie gerade, ich dachte jetzt grad, als du geredet hast, habt ihr Gedanken?

00:45:08: Wir sprechen hier, da kommt die Schweiz noch kurz.

00:45:11: Wir sprechen wir, das ist vollösbereichlich!

00:45:15: Dass wir jetzt gerade über fast wie so Rezeption gesprochen haben oder ich habe irgendwie versucht zu beschreiben, wie ich es beschreiben würde

00:45:23: und

00:45:24: vergleicht es... Ich weiß nicht, wie geht's dir mit Kritik?

00:45:29: Wie gehts dir mit Rezessionen?

00:45:33: Gibt schon welche?

00:45:34: Was wünschst du dir?

00:45:36: Was würdest du gerne hören?

00:45:38: Wie kannst du damit umgehen?

00:45:39: Liestest du es überhaupt, ich kenne auch Schauspielerinnen die gar nicht lesen.

00:45:43: Die gar nichts davon hören möchten.

00:45:46: Ich zum Beispiel lese auf jeden Fall alles Kommt von

00:45:48: mir.

00:45:48: Ah ja wollte ich ganz sagen Aber liest du das alles weil du quasi weißt dich auch interessiert wie es ankommt oder was oder willst du?

00:45:57: Oder weil du es nicht lassen kannst oder was?

00:45:58: ist so dein Motivator?

00:46:01: Auf jeden fall alles also Neugierte dann Wow, super.

00:46:06: Ich habe wirklich so eine Frage gemacht und dann habe ich es in der Frage weiter geregelt, jetzt hast du die Frage gestellt?

00:46:11: Ja, das ist gut!

00:46:11: Ich kann die gleichstellung.

00:46:14: Okay, super!

00:46:15: Ich wollte mich hier ablenken.

00:46:17: Auf jeden Fall... Ich glaube zum einen finde ich ja mache ich Dinge auch weil ich sie teilen möchte und weil ich es grundsätzlich spannend finde darüber reden zu können oder zu diskutieren.

00:46:31: Mir ist klar, dass eine Kritik nicht unbedingt eine Diskussion ist.

00:46:35: Aber trotzdem finde ich im besten Fall eine Art Spiegel oder ein Gedankensstoß und so eine Außensicht... Dass ich es an sich etwas sehr spannend finde und auch wertvollos, weil ich das grundsätzlich uninteressant finde wie das noch für mich zu machen.

00:46:58: Trotz alledem glaube ich, also lese sich die Dinge auch um mich zu wappnen.

00:47:06: Also dass sie schon merke wenn eine voll gute Kritik ist das so ein Hu-Erleichterung und nicht nur Freude über Schönes sondern so ah okay es gefällt so.

00:47:18: Also das glaube ich auch etwas mit Kontrolle hat.

00:47:20: Egal in welche Richtung wie die Kritik isst.

00:47:23: und ja und ich glaube ich versuche im besten Falle habe ich letztens so gelesen, so eine Unterscheidung zu machen zwischen Fakt und Meinung.

00:47:35: Ja verstehe.

00:47:36: Und

00:47:36: merke immer mehr wie viel generell einfach Meinung ist und macht dann so manchmal geht es besser, manchmal schlechter.

00:47:47: Okay jetzt möchte ich bitte unbedingt wissen wie das Tier damit geht oder was du dazu denkst?

00:47:54: Ich finde das eigentlich ähnlich wie du.

00:47:58: Oder also, ich glaube es ist manchmal nicht so leicht Fakten Meinung zu trennen.

00:48:03: Aber das ist auf jeden Fall etwas was ich auf eine Atemweise sehr gewohnt bin weil ich dem so früh ausgeliefert war.

00:48:10: Ich lese auch alles.

00:48:13: Das könnte ich gar irgendwie nicht und ich glaube... Ich habe letztens mit einer Freundin über die auch was draußen hatte gesprochen.

00:48:20: Ich glaube da liegt natürlich daran dass mich das auch einfach erinnert.

00:48:23: Dass uns das eher interessiert.

00:48:25: Warum sollte ich nicht wissen wollen, wer etwas ankommt?

00:48:28: Genau.

00:48:28: Es ist eben nicht nur in meiner Schublade, sondern ich habe mich dazu entschieden das mit der Welt zu teilen so natürlich um da auch ein Feedback draufzubekommen.

00:48:40: und es ist eine komische Mischung aus Panik dass überhaupt jemand lesen kann oder vielleicht sehen kann oder dass man sich die Bewertungen aussetzt.

00:48:51: gleichzeitig würde ich sagen Ja, auch was ... Es kann eben auch etwas sehr Verbindendes haben und was Schönes.

00:49:02: Wenn man für das gesehen wird, was man geschrieben hat.

00:49:04: Auch in meinen früheren Büchern, die teilweise von der Kritik oder auch von Lisa-Innen nicht unbedingt immer nur gemocht wurden.

00:49:14: aber die Momente wo es gesehen wird und gemoacht wird sind ja total bewegend.

00:49:20: weil also deswegen schreibe ich zum Beispiel auch.

00:49:25: Also das Gefühl habe ich für mich alleine in bestimmten Dingen.

00:49:28: Umso härter ist es natürlich, wenn Leute es einfach gar nicht verstehen oder die alle Figuren total scheiße finden und unverständlich.

00:49:38: aber auch das ist natürlich Teil davon.

00:49:41: Ich mag ja auch nicht alles so oder ich höre auch nicht zu allem die gleiche emotionale Verbindung.

00:49:45: Es kommt manchmal auf bestimmte Kontexten an was ich sonst so lese siehe etc.

00:49:51: Und ich glaube das gehört dazu.

00:49:52: also Das muss man dann halt irgendwie aushalten oder ich muss das dann irgendwie authalten.

00:49:59: Aber natürlich ist man in so einem sehr vulnerablen Moment, bevor es kommt und eigentlich noch kaum ... Es gibt eigentlich noch keinen Feedback.

00:50:08: Es gibt jetzt seit einer Woche Leute die es haben, weil die Leser-Exemplare rausgeschickt wurden.

00:50:15: Und das ist natürlich irgendwie nerve wracking wenn wir so, ah!

00:50:19: Jetzt könnten es theoretisch, Leute... Scheiß, finden.

00:50:22: gut, finden etc.

00:50:24: Ich verstehe dich nur weil das ist ja auch wieder wenn wir schon werden jetzt heute ganz viel übermacht und du sagst auf dem Thema denke ich auch klar es für uns auch mega aufregend oder wenn du es jetzt beschreibst bei die leute dies lesen ist dann auch wieder entscheidend was die dazu sagen was ja wiederum auch wieder hilft erfolgreich zu sein oder ich glaube es ist auch einfach ein Teil von diesem konstrukt Verstehe ich komplett, also wo man auch irgendwie abhängig ist oder anderswo hofft auf tolle Komplizsinnenschaft.

00:50:56: Voll!

00:50:57: Genau.

00:50:58: und zu dem was mir wünschte... Ich glaube genau das.

00:51:00: Also ich glaube ich wünsche mir dass so die richtigen Leute erreicht, die vielleicht auch in einem ähnlichen Kosmos lesen wie ich oder die ähnliche Dinge berührende Bewegung finden Und ich glaub, das ist so im Moment meine größte Anspannung.

00:51:14: Es findet es diese Leute.

00:51:15: So kommt es auf den Tisch von den Leuten die da vielleicht ... die das Boot brauchen könnten oder gebrauchen können und die das vielleicht trösten würde.

00:51:25: Aber das ist natürlich auch nur begrenzt kontrollierbar.

00:51:29: Aber nicht alle Bücher, die ich zum Beispiel extrem feiere war erfolgreich.

00:51:33: Nicht alle Büchern, die sehr gefeiert werden sprechen mich an.

00:51:37: Also auch da gibt's so sehr viel Glück in Wort oder Momentum.

00:51:43: Auch jetzt heutzutage ist es unfassbar schwer, überhaupt in so eine Sichtbarkeit zu kommen weil einerseits können wir das mehr beeinflussen durch solche Media und eine Nähe zur Leserin zum Beispiel im Buchmarkt.

00:51:58: Gleichzeitig gibt's halt soviel und dann gibt es so viele Mechanismen, Marketing-Budgets

00:52:03: etc.,

00:52:03: die alle damit reinspielen.

00:52:07: Ja, es ist echt ... Ich bin so ein bisschen gut, dass das jetzt da ist.

00:52:12: Ich hab einen unfassbar tollen Verlag.

00:52:14: Also ich mein, ich liebe Aki schaut auch.

00:52:16: Ich liebe A-Ki!

00:52:17: Ich hab die besten Leute da, die an dieses Buch glauben.

00:52:21: Ich glaube an den Verlag gelaufen.

00:52:23: Es könnte von der Grundlage her nicht besser sein und alles andere ist leider dann auch so ein Bisschen.

00:52:31: Man kann nur tun was man tun.

00:52:33: Weißt du wie ich meine?

00:52:34: Und du hast alles getan.

00:52:40: Also, was mich ja interessiert... Ich glaube als ich fertig war mit diesem Buch weil ich denke gerade an die Leserenden also ich hoffe es wirklich.. Ich wünschte jetzt noch nicht gelesen aber gut jetzt hab' ich's eh schon zweimal gelesen auf jeden Fall!

00:52:54: Ich sag verprässe ichs nochmal und ich finde das ist so Urlaub oder einen Tag frei.

00:52:59: Und man setzt sich irgendwo hin und vergisst zu alles um sich herum, hat so eineinhalb Liter Wasser wenn man so viel trinkt wie ich daneben und Trinkt einfach und will irgendwie niemals aufstimmen, aufkluggen müssen und will einfach dieses Buch durchlesen vielleicht am Strand wenn Menschen gerne fahren können als solche Sachen.

00:53:17: Als ich fertig war weiß ich so.

00:53:21: wie geht es weiter?

00:53:23: Das würde mich politizieren!

00:53:25: Es gab Frühlinge und so, es gibt Sommer und so.

00:53:28: Haben wir eine Möglichkeit?

00:53:30: Das ist Herbst und so wie?

00:53:32: Ich frags halt wann wäre wohl das Herbst so?

00:53:35: Weil früh muss

00:53:35: ich nach der

00:53:36: Achtzehn Jahre her.

00:53:37: Ja

00:53:37: okay.

00:53:37: Als ich

00:53:38: wäre dann ... Wie alt wäre ich mit fünfzig?

00:53:42: Weil ich es auch spät Sommer umso.

00:53:45: Also vielleicht anders gefragt.

00:53:48: Hast du das Gefühl, dass diese Geschichte auserzählt ist?

00:53:52: oder gibts zum Beispiel noch so Strenge, wo du sagst, da würde ich total gern noch weiter.

00:53:58: Oder bist du schon im Kopf bei einer ganz anderen Geschichte?

00:54:07: Wie ist das für dich?

00:54:08: Ähm ... Ja, also ich glaube beides.

00:54:09: Ich bin nur einerseits auch bei anderen Geschichten.

00:54:11: Ich war hauptberuflich Drehbuchautorin.

00:54:13: Das heißt, ich bin immer in mehreren Geschichten drin und da gerade intensiv.

00:54:18: Mehr als jetzt in einem Roman-Projekt.

00:54:21: Ich hatte mal was angefangen, bin aber grad ein bisschen unsicher ob es das wirklich ist.

00:54:26: Ich habe so ein paar Träume schon seit sehr lange, was ich eigentlich gerne mal schreiben würde und mal gucken, ob ich das irgendwann machen kann.

00:54:34: Das ist immer eine Zeitfrage auch über Kleine.

00:54:39: aber ich würde schon sagen dass also was man ja bei meinen Büchern auf jeden Fall sagen kann ist, dass sie immer einen Alter oder einen bestimmten Zeitspanne einfangen Und das ist eigentlich ja, dass es was womit ich angefangen habe.

00:54:51: Also Frühling und so geht um eine sechzehn- siebzehnjährige... ...und alle sehr am Anfang die Zeit, Anfang zwanzig oder neunzehnt.

00:54:58: Neunzehn ist ehinneunzend nach der Schule.

00:55:01: Nach Schnecken ist Anfang zwantzig.

00:55:03: Und jetzt Sommer und so ist so Ende zwanziger.

00:55:07: In dem Sinne sind die Bücher auch thematisch, durchaus verbunden und ein bisschen an meinem Erleben meiner Lebenserfahrung angedockt.

00:55:18: Ich würde es jetzt nicht ausschließen, weißt du?

00:55:21: Es kann schon sein, dass ich darauf Lust hätte.

00:55:26: Es gibt auf jeden Fall Themen, wo ich das Gefühl hab ... da würd ich jetzt als so eine dreißigjährige Frau gerne drauf eingehen, so.

00:55:35: Die teilweise auch im Buch angedockt sind, also angemeldet ist und getiesert sind oder wo es bestimmte Strengen gibt.

00:55:43: Da habe ich schon das Gefühl, da hätt ich noch was zu erzählen.

00:55:47: So in welcher Form das dann passiert, weiß ich noch nicht.

00:55:50: Weißt du?

00:55:50: Es könnte auch ein Film sein oder etwas anderes.

00:55:53: Aber ja klar sind natürlich ... Ich bin nicht mehr achtundzwanzig so.

00:55:57: Ich beschäftige mich mit vielen Dingen, mit denen sich achtundzwarze jährige häufig gar nicht befassen müssen.

00:56:04: Ja es ist so heilend finde ich wenn Du über achtund zwanzigering beschreibst.

00:56:09: also

00:56:10: ich finde

00:56:11: dass es ja Ja, das ist ja das wertvoll.

00:56:13: Und ich fand auch beim Lesen für mich was total... Also ich hab voll sowieso ein Film-Serie gesehen aber es hat viel Potenzial und ich glaube, ich bin gespannt, ob's so viel wird?

00:56:26: Was damit

00:56:26: passiert?

00:56:28: Hast du nicht zu mir letzte Woche gesagt, dass du eher dachtest, eine Serie?

00:56:31: Ja oder auf jeden Fall?

00:56:35: Für mich ist es eine Serie.

00:56:37: Das ist doch vor allem interessant.

00:56:38: So

00:56:39: ne Miniserie als du

00:56:42: acht Folgen... Was wäre das Mini-Serie, diese Romance?

00:56:51: Oder was wäre für dich das?

00:56:53: oder ist es eher die Freundin.

00:56:54: Es gibt ja auch viel um Freundschaft und so mehr ...

00:56:56: Ich glaub wirklich die Mischung.

00:56:58: Du meinst, dass es für mich der Aufhänger

00:57:01: wäre?

00:57:02: Ja, genau.

00:57:03: Wo willst du so weit zustande zu machen?

00:57:04: Du meinest, warum man denkt Serie?

00:57:06: Du denkst natürlich jetzt in deinem Fach.

00:57:09: What's

00:57:10: the hook!

00:57:12: Ich will nicht für ein Film, der ist nach einer halb Stunde fertig.

00:57:15: Wenn will ich eine Serie?

00:57:17: Okay!

00:57:18: Ich glaube, ich kann es drehen, bruchtechnisch gar nicht so doll... ...aber ich glaube weil es auch so doch vielleicht schon... Es ist so viel drin und ich finde so viele Stränge wo ich das Gefühl hatte auf diese Reisen die sie ja dann immer wieder macht, dann die Feiern, die auch total wichtig sind.

00:57:36: Teilweise sind's nur ein zwei Seiten und trotzdem kommt sowas Neues noch mal rein dass ich nicht möchte, dass irgendwas fehlt.

00:57:44: Aber ja das ist dann wirklich dein Expertise auch nicht mehr.

00:57:52: Und

00:57:53: sorry?

00:57:54: Ich wollte nur zurückfragen, so was zum Beispiel.

00:57:57: Wir haben ja noch gar nicht über dieses Thema gesprochen von Schauspielerin sein oder welche Stoffe einem angeboten werden oder was man machen kann und ich würde nur interessieren, sowas für dich vielleicht auch im Markt fehlt?

00:58:10: Oder was du dir vielleicht wünschen würdest?

00:58:12: Gibt es Rollen die du voll gerne mal spielen oder bestimmte Arten vom Charakter?

00:58:17: hast du da ein Gefühl für?

00:58:19: Ähm ... kann es nicht so kategorisch sagen.

00:58:23: Auf jeden Fall, ich glaube gerade im Moment sehne ich mich total nach so einer Begegnung und nach einem wirklich miteinander arbeiten dürfen um auch zusammen zu

00:58:34: erschaffen

00:58:35: also direkt uns ein bisschen besser zu formulieren dass man sich in der Arbeit begegnen kann und ausprobieren darf.

00:58:46: Ja, manchmal hab ich gerade ein bisschen das Gefühl, dass sich so oft ... ist so viel ganz schnell gehen muss und so schnell passiert.

00:58:54: Und auch Entscheidungen werden schnell getroffen werden.

00:58:58: Die bestimmt immer alle wieder ihre Berechtigung haben.

00:59:01: Aber mir fehlt dieses wahrhaftige Andockenürfen.

00:59:07: Darauf habe ich Lust.

00:59:10: Um das zu beantworten, auch damit, worauf ich Lust hab... sind Figuren, gerade auch Frauen weichlich gelesen Rollen die zu viele andere Funktion haben als Freundinnen und Frau oder Mutter.

00:59:25: Ja so von sondern Menschen leben.

00:59:31: aber ich finde... Ich empfinde es gerade gar nicht sodass ich das Gefühl habe oh Gott es gibt es gar nicht sondern ich fühle mich eigentlich sehr so hey ist schon ganz viel da trotz alledem Ja.

00:59:44: Ob das irgendwie Mut und ich wünsche, mir und uns immer so ... Ich hab immer einen Bedürfnis zu ... Ich glaub ganz toll daran, dass sich die Familien finden, die Grüppchen finden, wo es klickt, wo man sich inspiriert.

01:00:00: Das wünsch ich allen also, dass man möglichst mit Leuten arbeiten darf, wo auch so viel weiter noch mal gehen kann und will und darf.

01:00:10: Man sich inspirieren und trägt so bereichert, dass es ein wahrhaftes Begegnet ist und eine große Lust miteinander zu arbeiten.

01:00:22: Ich glaube dann kann man ganz viel mehr überwinden.

01:00:26: Ja aber das würde ich auch aus meiner Position komplett unterschreiben.

01:00:31: Also bin ja jetzt auch ein paar Jahre älter als du.

01:00:33: Und dass das eigentlich für mich das größte Glück war zu merken, sobald man anfängt zu sein Leute zu finden dass dann alles mehr so einrastet.

01:00:46: Dass das aber auch das Schwierigste ist, seine Leute zu finden oder die in der Arbeit und ... dass irgendwie noch mal was anderes als Freundschaften zu knüpfen.

01:00:55: Sondern wo trifft man sich kreativ?

01:00:58: Oder kann die Geschichten auf Augenhöhe miteinander erzählen und damit der Welt etwas geben, was dann existieren soll.

01:01:07: Und da eine Übereinstimmung zu haben.

01:01:11: Und das Vertrauen zu haben, dass ich auch irgendwie Fehler machen darf oder schwierig sein kann in meinem ... Oder nicht schwierig.

01:01:17: Ich bin hoffentlich nicht schwierig in der Zusammenarbeit, aber dass du irgendwie das nicht alles sofort so stimmt und ich glaub, es ist auf jeden Fall etwas, was ich voll lernen musste.

01:01:29: Dass es auch okay ist, sodass im Idealfall nicht eine Abwertung bedeutet, sondern eine gemeinsame Suche.

01:01:39: Total und diese Räume auch zusammen auszuhalten, wie du es dir gerade so beschreibst.

01:01:45: Und ich glaube das ist der Punkt was ich am Anfang meinte dieses Verhafte sich begegnen dürfen und dass man das trägt, dass das okay ist.

01:01:56: Menschen fein miteinander umgehen und man spannende Wert von den Projekten machen darf Trotz alledem, ja einfach einen guten Umgang mit sich und den anderen.

01:02:13: Ja das ist gerade irgendwie so.

01:02:14: mein Suchen, meinen Streben, meinen Finden auch ganz viel Vertrauen und auch Schaden finde ich.

01:02:22: oder dieses okay.

01:02:23: wie läuft's?

01:02:23: Und ich finde zum Beispiel auch das noch mal so mit Sommer umso was mich auch total berührt hat vielleicht wenn

01:02:29: war

01:02:32: Wie Rebecca auch ...struggle umgeht mit dem, wie weit muss ich jetzt eigentlich sein bevor ich dreißig bin?

01:02:39: Also ich bin jetzt dreißzig geworden.

01:02:43: Und... Ich habe es total verstanden weil es ist so keine Ahnung wie weit ich sein muss bis sich mir XY das und diese erlauben kann bis es überhaupt geht bis es über finanziell geht.

01:02:54: So all das.

01:02:55: Ähm... Und deswegen umso schöner also die Hymne finde auch da drin so dieses jede Phase auszukosten, weil alles so wie der etwas hat und trotzdem ist es selber manchmal total schwer.

01:03:10: Ja also jetzt red ich eben ganz viel.

01:03:13: aber wieso dieses schwere Thema?

01:03:15: Weil ich glaube dieser Austausch danach sehe mich nicht dass man über diese Dinge auch sprechen kann und das ist eben nicht

01:03:22: nur

01:03:23: Instagram ist und es läuft

01:03:25: alles

01:03:25: super.

01:03:26: Und man hat das und das spekt, sondern dass auch ganz viel darüber hinaus gibt oder nebenbei etwas beschäftigt so.

01:03:35: Das zeigst du total toll in diesem Roman wie vielschichtig diese von aus scheinbaren glamourösen Welten

01:03:45: sind.

01:03:45: Voll!

01:03:45: Ja, das freut mich sehr.

01:03:49: Ich finde was man ja gar nicht ... Sieht auf oder oft nicht.

01:03:53: Immer mehr vielleicht auf Social Media, aber auf Instagram.

01:03:56: Ich hab jetzt zum Beispiel grad so voll, ich versuche das extrem zu nutzen einfach weil ... Das für mich ein Kanal ist, zu sagen, okay, es ist da wird's, es ließ es so.

01:04:05: Aber es war wirklich nicht leicht an diesem Punkt zu kommen und das sieht man ja nicht.

01:04:13: Oder das teilt man ja meistens nicht.

01:04:15: So?

01:04:16: Und für mich ist es zum wirklich, wirklich großes Jahr und etwas was sich so eine Ruhe reinkommt.

01:04:23: Wo ich denke Gott sei Dank kommt jetzt etwas zusammen.

01:04:30: Was manchmal unterschätzt wird auch wenn man selber dann einigermaßen angekommen oder zumindest einen Step über angekommen

01:04:38: ist das

01:04:39: so schwierig ist irgendwo reinzukommen.

01:04:42: Und das würde ich zum Beispiel so hoffen, dass das Buch-Sommer und so den jungen Leuten, wenn sie es dann lesen sollten, hoffentlich mitgeben kann.

01:04:51: Ja, es ist halt immer leicht zu sagen ja, das brauchte ich halt um jetzt an diesen Punkt zu kommen.

01:04:57: Weil wenn man an dem Punkt ist wo Rebecca in Sommer und so ist, dann weiß niemand, ob es gut ausgehen wird.

01:05:05: In jede Richtung!

01:05:06: Und du weißt das einfach nicht?

01:05:08: Ich glaube, das ist manchmal so... Ich hab das Gefühl, es ist untererzählt.

01:05:16: Aber auf jeden Fall etwas finde ich in ... Manchmal fühlt sich so an, ja, es gibt die Jugend und alles ist toll.

01:05:23: Und dann zack, zack!

01:05:24: Ist man irgendwie so erwachsen?

01:05:26: Alles hat so funktioniert.

01:05:27: Was mich halt interessiert hat war, von da nach da zu kommen, ist mit das Trickieste was man bewältigen kann mit einen zwanzig oder mit der bis Ende zwanziger.

01:05:40: Und sogar ich, ne?

01:05:42: Mit meiner ... Ich hatte drei Bücher mit Anfang zwanzig.

01:05:46: Ich hab an tollen Filmhochschulen studiert und auf Papier sieht immer alles so super aus.

01:05:52: Ich habe Stipendium bekommen.

01:05:55: Sogar ich habe extrem oder ich habe extreme geradert mit dieser Zeit und wollte das einfangen.

01:06:04: Also wollte das irgendwie so eine Hand reichen auch und sagen... Nee, das ist wirklich hart.

01:06:11: Klar es gibt immer härtere Dinge aber dass es wirklich wirklich hart in Beziehungen, beruflich ... Also dieser Bruch der da stattfindet, der ist irgendwie... Das hatte ich ja auch letzte Woche kurz geerzählt und ganz lange in der Arbeitstitel Es hat ein Return,

01:06:28: oder?

01:06:28: Ja

01:06:29: Weil für mich beschreibt das halt dann doch irgendwie so diese Umbruch.

01:06:34: Es beschreibt diesen Umbruchs so gut Ich glaub, mein Neo-Zitran fängt an am Nacht zu lassen.

01:06:41: Also ich bin gerade so ... Das ist ein schönes Schlusswort an sich.

01:06:46: Ich fand das aber grade so... Ich find es so schön wie du das beschreibst und diese Handgereichung funktioniert für mich total.

01:06:56: Also, ich finde auch, dass es eine Zeit ... Ey!

01:07:00: Es hat mir voll geholfen, nicht mal so geil.

01:07:03: Mega,

01:07:04: let's go!

01:07:05: Es bleibt so wunderschön offen und das Buch hat ganz viel Schmerz und ganz viel Hoffnung gleichzeitig.

01:07:12: Und ja liest es alle und ich finde es einfach mega cool dass ich es lesen durfte, dass ich mit dir reden durfte... ...und vielleicht auch zum Ende.

01:07:21: also was so toll von Verdecker ist dieses Fass.

01:07:24: vielleicht ein kleines Schulungswort?

01:07:26: Aber dann übergebe ich gleich hier nochmal jetzt wenn ich den

01:07:28: Samstag

01:07:29: dieses Stimmen die vor mir kam Mhm.

01:07:34: Oh,

01:07:34: das ist so schön!

01:07:35: Und ich finde ... Das beschreibt grad so auch dieses Saturn-Return und was du grad so ... Wie wertvoll es eben ist, diese Dinge zu teilen?

01:07:48: Ja, ich find's wirklich berührend, dass du diesen Weg gegangen bist.

01:07:51: Dass du auch gesagt hast hey... Ich hab mich versteckt.

01:07:54: Ich musste weg.

01:07:55: Ich muss eine neue Identität erfinden.

01:07:57: für mich gefühlt.

01:07:59: Auch für mich als Autorin dass du das gemacht hast und freue mich voll für und lebt dir.

01:08:06: Und gratuliere viel für diesen Mut.

01:08:09: wirklich, ich finde das sehr, sehr mutig!

01:08:12: Und eine super Ansage für diese Wälder draußen, dass du es patriarchal solltest mal fressen.

01:08:21: Let's go!

01:08:22: Ja, ich kann dir auch nur ... mich nur bedanken bei dir für das Gespräch.

01:08:29: Ich wollte grad noch was ganz Wichtiges sagen.

01:08:32: Nein, es war nicht so wichtig.

01:08:33: Aber ich wollte nur da auf eingehen und auf die Stimmen.

01:08:36: Weil ich freu mich so sehr darüber, dass es mit dir das gemacht hat.

01:08:41: Und ich glaub, deswegen fühlst du dich schon abgeschossen an, weil ich denke, wenn's ein oder zwei Personen das gegeben hat, weißt du?

01:08:49: Dann ist das ja für mich schon alles.

01:08:51: was ich mir eigentlich wünschen könnte.

01:08:53: Und ich glaube, warum mir das so viel bedeutet ist?

01:08:57: Weil in den letzten zehn Jahren, in denen es viele Achterbahnen gab, so viel Trost und Literatur gefunden habe wirklich so viel und so viele Bücher gelesen haben die mehr extrem... also wo ich die mir geholfen haben Dinge einzuordnen Ja, die mich zum Weinen gebracht haben und zum Lachen.

01:09:18: Und die mir gezeigt haben, dass es okay ist auch auf dem Papier wirklich sich zu eröffnen.

01:09:24: Und so wirklich so zu bohren in das Auto hoch sein und in sich selbst.

01:09:30: Und das versuchen auch zu schreiben.

01:09:33: Weil das im besten Fall der größte Trost ist und das schönste Geschenk.

01:09:39: Das wollte ich halt gerne machen.

01:09:42: Ich finde, das ist dir sehr gelohnt!

01:09:44: Und

01:09:45: ich freue mich für alle, die es lesen und die es trösten wird.

01:09:51: Schön!

01:09:51: Das ist jetzt wirklich das Schlusswort.

01:09:52: Danke Julia.

01:09:54: Hey, danke dir.

01:09:55: Das fand ich schön.

01:09:57: Ich muss jetzt auch stoppen drücken und hoffen dass wir das alles hin gekriegt haben.

01:10:02: Okay Leute?

01:10:03: Das war sie also unsere ganz besondere Folge.

01:10:06: Vielen vielen Dank, dass ihr dabei wart.

01:10:08: Jetzt habt erst mal einen schönen Sommer, lest viel, entspannt und genießt das Wetter.

01:10:13: Ich bin Lesly Alina Schäfer und sage vielen, vielen Dank gemeinsam mit Rebecca Martin und Junus Roy Imer.

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